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Dr. Franz Alt studierte Politische Wissenschaften, Geschichte, Philosophie und Theologie.
Er arbeitete lange Jahre für den Südwestfunk und moderierte dort 20 Jahre langdas Politmagazin Report. Für 3sat moderierte er bis 2003 das Magazin Querdenker und Grenzenlos. Heute schreibt er für über 40 Zeitungen und Magazine weltweit Gastkommentare und Hintergrundberichte.

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Foto © Caren Alt





Das Ende des Ölzeitalters

VON FRANZ ALT

Verendete Fische, arbeitslose Fischer, hilflose Ingenieure, ein angeschlagener Weltkonzern und ein schwacher US-Präsident, angeblich der mächtigste Mann der Welt. So stellt sich seit über fünf Wochen die vielleicht größte, von Menschen gemachte Umweltkatastrophe  der Menschheitsgeschichte dar.

Ganz unverdächtige Politiker wie Günther Öttinger als neuer EU-Energie-Kommissar fordern jetzt den raschen Umstieg auf Erneuerbare Energien und das Ende des Ölzeitalters. Erstmals sieht die Menschheit live im Internet und weltweit Öl-Wolken aus 1.500 Metern Tiefe, die alles Leben im Meer ersticken - ein symbolträchtiger Warnschuss für die gesamte Industrie-Welt, die noch immer am Tropf des Erdöls hängt wie ein Juncki an der Nadel.

Niemand kann sagen, er oder sie habe es nicht gewusst. Alle wissen, dass wir in den letzten Jahrzehnten so viel Erdöl verbraucht haben wie die Natur in 300 Millionen Jahren angesammelt hat. Was jetzt in den USA passiert, kann natürlich auch in der Nordsee passieren. Dort wurden 2008 über drei Millionen Tonnen Erdöl aus dem ökologisch sensiblen Wattenmeer vor Schleswig-Holsteins Küste geholt. Das Wattenmeer ist Weltnaturerbe und eines der produktivsten und vielfältigsten Lebensräume der Welt. Muss dort nach Öl und Gas gebohrt werden? Oder sollten wir nicht doch etwas lernen aus der Katastrophe am Golf von Mexiko?

Nicht anders wie mit Öl gehen wir mit Atomkraft oder Kohle um. Wir wollen weiterhin Atomstrom produzieren, obwohl niemand weiß, wohin mit dem Müll und wir emittieren CO2 aus Kohlekraftwerken, obwohl jedes Kind weiß, dass wir so das Klima aufheizen. Und das CCS-Verfahren, das CO2 unter die Erde pumpen soll, ist nicht weniger gefährlich als in 1.500 Metern Meerestiefe Erdöl zu fördern. Hauptsache Auto, Hauptsache Ölheizung, Hauptsache Atomstrom, Hauptsache Kohlekraft! Nach uns die Sintflut!

Wenn die Bundesregierung nur halb so viel Energie in den Ausbau der Erneuerbaren aufwenden würde wie in längere Laufzeiten von Atomkraftwerken wären wir schon weiter als bei 16 % Ökostrom in Deutschland.

Am Golf von Mexiko sehen wir täglich völlig hilflose und überforderte Ingenieure. Sie sind beim Erschließen der alten Technologien an ihre Grenzen gestoßen. Wenn dieselben Ingenieure sich mit ihrem Können und Wissen rasch den alternativen Energien zuwenden, kann die gesamte Welt in 25 bis 30 Jahren zu 100% erneuerbar sein. Jeder Euro Investition in die alten Energien ist verlorenes Geld und ein Anschlag auf die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien und der Energie-Effizienz.

© Franz Alt - www.sonnenseite.com

 

Veröffentlichungen:

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Die Sonne schickt uns keine Rechnung
Franz Alt
Verlag: Piper
ISBN-10: 3492254985
ISBN-13: 978-3492254984
239 Seiten
9,95 Euro

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Weitere Bücher:

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Kurzbeschreibung:

Wussten Sie, dass die Sonne täglich 10 000- bis 15 000mal soviel Energie zur Erde schickt, wie die Menschen an einem Tag weltweit verbrauchen? Sonnenlicht, Wind, Wasser, Biomasse, Erdwärme und solarer Wasserstoff – das sind die umweltfreundlichen Energiequellen der Zukunft. Auf Atomkraft, Erdöl, Kohle und Erdgas können wir verzichten.

Die Klimakatastrophe ist vermeidbar, wir haben noch eine Gnadenfrist. Franz Alt zeigt, wie wir mit einer solaren Energiepolitik nicht nur das Weltklima retten und der Menschheit eine Überlebenschance geben, sondern zugleich viele neue Arbeitsplätze schaffen können. Die Wirtschaft wird lernen, mit der Sonne zu arbeiten. Für diese Ausgabe hat der Autor sein inzwischen zum Klassiker gewordenes Buch vollständig überarbeitet.
 
Unsere Energiepolitik ist im Grunde verfassungswidrig. Sie verstößt gegen die Würde des Menschen, gegen das Recht auf Leben und in elementarer Weise gegen die allgemeinen Menschenrechte. Nur eine neue große Bewegung von unten, eine Volksbewegung für das Leben kann uns noch vor dem Untergang retten. Wir müssen die Rettung der Umwelt selbst organisieren.
 
Solare Zukunft wächst allein aus der Erneuerungskraft und Widerstandsfähigkeit vieler Menschen. Allerdings: Nicht über neue Techniken, sondern auch über spirituelle und ökologische Kreativität werden wir eine menschlichere Gesellschaft.
 
Warum ich trotz allem Hoffnung auf das Überleben der Menschheit habe? Von Jesus und Buddha, von Lao Tse und von Krishna wissen wir, dass jeder Mensch ein Kind Gottes ist. Es wird die Zeit kommen, wo uns im Gehen und Stehen, bei Tag und Nacht, beim Wachen und Träumen diese heute verschüttete Urerkenntnis wieder selbstverständlich sein wird. Die Rettung wird uns zuwachsen, wenn wir wieder in allem Sein den göttlichen Ursprung erkennen: in der Luft und im Wasser, im Boden und im Grashalm, in Blumen und Tieren, in jedem Kind und in jedem Sterbenden. Die gesamte Natur ist eine Offenbarung Gottes. Als Kinder Gottes haben auch wir teil an der göttlichen Natur.
 
Mit diesem Empfinden werden wir in der Kraft der Sonne die göttliche Intelligenz wiedererkennen. Die daraus erwachsende neue Ehrfurcht vor allem Leben wird uns das Überleben und die Fülle des Lebens lehren. Die Rettung gelingt, wenn uns wieder die metaphysische Sonne aufgeht. Über diese göttliche Spur werden wir die Schöpfung neu lieben lernen. Was wir aber lieben, das wollen wir auch bewahren.
 
Weg mit dem Brett vor der Sonne! Mit Diogenes fordern wir heute: Geht uns aus der Sonne!


 

 

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