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Die irische Rebellin




Die irische Rebellin
Inez Corbi
Verlag: Fischer
ISBN-10: 3596177405
ISBN-13: 978-3596177400
412 Seiten
8,95 Euro



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Rezension von
Olga Krouk

Der Roman „Die irische Rebellin" von Inez Corbi beschreibt die Widerstandskämpfe in Irland 1798. Die Waise Sharon kämpft an der Seite der Rebellen für Irlands Freiheit. Als sie den Captain Connell trifft, ist es die Liebe auf den ersten Blick. Sharon, selbst fast ein Kind, ist dem attraktiven Mann sofort verfallen und würde ihm bis ans Ende der Welt folgen. Eine romantische, naive Liebe einer 17jährigen in den schweren Zeiten der Widerstandskämpfe beginnt. Als Connell schwer verwundet wird, und Sharon sich mit ihm und seinem Halbbruder Cyrill in einem Kloster verstecken muss, lernt sie den sperrigen und manchmal recht abweisenden Cyrill näher kennen. Bald weiß sie nicht mehr, wem nun ihr Herz tatsächlich gehört.


Alles in allem ist es mehr ein Liebesroman, als ein historisches Buch. Denn der Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Dreieck-Beziehung zwischen Sharon und den beiden Brüdern. Die historischen Daten sind dabei zwar eingeflochten, werden aber recht schnell abgehandelt.
Auch die Spannung liegt in dieser Beziehung und nicht in der Verfolgung der Rebellen durch die „Rotröcke". Es gibt keinen Antagonisten im Buch, der den Protagonisten das Leben schwer machen würde, eher ist es die verwickelte Dreieck-Beziehung, die für Sharon alles so kompliziert macht.

Der Einstieg ins Buch fiel mir etwas schwer. Noch kannte ich Sharon und ihre Probleme nicht, wurde jedoch sofort mit ihren Gedanken und Figuren um sie herum konfrontiert, ohne dass ich davon ein Bild bekommen konnte. Auch an den Stil der Autorin musste ich mich erstmal gewöhnen. Doch dann habe ich das Buch recht schnell durchgelesen.


Der interessanteste Charakter in meinen Augen war Cyrill. Ihm hat die Autorin die meiste Tiefe gegeben. Ich habe gern über ihn gelesen und mit ihm mitgefiebert.
Sharon wurde etwas unreif dargestellt- so wie sie sich schnell verliebt oder überstürzt handelt. Erst zum Ende hin hat sie etwas von ihrer Naivität abgelegt und wahrhaftig erwachsener geworden.
Connell erschien mir als ein gut aussehender, etwas selbstverliebter Mann, ziemlich impulsiv und - genauso wie Sharon - unreif. Eher ein Lausbub, als ein Mann. Deshalb empfand ich die Liebe zwischen ihm und der Protagonistin als oberflächlich - was vermutlich zu dem Alter der beiden passt. Sharons Beziehung zu Cyrill ist dagegen viel tiefer und beständiger.

Der Erzählerstrang um Alan kam mir dagegen als zu kurz vor, so dass ich kaum etwas über ihn sagen kann. Den hätte man etwas mehr ausbauen sollen, zumal er historisch gesehen sehr spannend ist.

Fazit: Ein unterhaltsamer Liebesroman vor dem historischen Hintergrund, schön geschrieben und leicht zu lesen. Besonders geeignet für junge Leserinnen, die mit der Protagonisten mitleiden und mitschwärmen wollen.


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