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Ein Dorf steht Kopf



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Quelle Foto: Margaretha Main

Margaretha Main, die elfengleiche Retha, Jahrgang 1942, und gelernte Krankenschwester, hat sich bis zur Heimleiterin eines Senioren- und Pflegeheimes hochgearbeitet. An einem kalten Winterabend vorm Kamin hörte ein bekannter Autor zum ersten Mal ihre lustigen Geschichten und bat sie, diese aufzuschreiben. Inzwischen hat MM viele Bücher geschrieben – von der Kindheit bis in die Gegenwart – und damit ihre Elfen-Reihe immer weiter ausgebaut. Sie hat sich vom Lausemädchen zur Lausefrau entwickelt und wurde mit Buchpreisen für „Mein Autoleben" und „Die Elfe auf Umwegen“ ausgezeichnet.

Mit ihrem achten „Die Angst geht um in Narrenberge“ und neunten Buch „Festtagsschmaus in Narrenberge“ hat sie sich in ein aufstrebendes Moordorf gewagt und zerlegt auch dort mit chirurgischer Präzision die Stärken und Schwächen einiger Dorfbewohner, ohne zu vergessen, sich selbst kräftig auf die Schippe zu nehmen.

Margaretha Main: Garantin für äußerst humorvolle Unterhaltung für Frauen und Mädchen von neun bis neunzig.

 

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Ein Dorf steht Kopf

VON MARGARETHA MAIN

Alles ist friedlich in Narrenberge. Nachbarinnen tauschen hochwichtige Tagesereignisse aus, Frau Stempelgern, die Filialleiterin der Post, öffnet soeben ihre Filiale,  eine eigentlich gehbehinderte Frau schneidet mit der Nagelschere ihren Rasen, Bürgermeister Einrenk kommt zu spät zu einem wichtigen Termin im Rathaus und Omma fährt mit ihrem Auto zum Einkauf.

Plötzlich lässt ein greller Blitz am Himmel die Dorfidylle aus den Fugen geraten. Omma erschreckt sich dermaßen, dass sie eine Vollbremsung hinlegt. Damit wird sie für den viel zu dicht auffahrenden GTI-Affen (meistens bildungsferner männlicher Jugendlicher) zur absoluten Spaßbremse und er knallt Omma ins Heck ihres Wagens. Ein Milchlasterfahrer, der gerade damit beschäftigt ist, während der Fahrt seine mit guter Butter bestrichene Rosinensemmel zu verzehren, reagiert zu spät und quetscht somit den GTI fest gegen Ommas Auto.

Der Dorfsheriff, der flink zu Hilfe eilt, hat seine liebe Not, um die Verletzten zu bergen, den Verkehr zu regeln und sich einer wütenden Gaffermeute zu erwehren. Nur mit äußerst rigider und strategisch wertvoller Vorgehensweise kann er das absolute Chaos verhindern.

Schnell spricht sich herum, dass der grelle Blitz von einem Ufo ausgelöst worden war, dass in der Nähe des Dorfes im Moor gelandet ist. Diese Neuigkeit löst einen wahren Run aus und schon sind die Gaffer vom Unfallort verschwunden. Schnell werden Wurst- und Kuchenbuden auf dem Platz vor dem Ufo aufgestellt und gleichzeitig naht eine Schar von Versicherungs- und Klingeltonverkäufern, die der Ansicht ist, den Aliens die Errungenschaften des Versicherungs- und Klingeltonwesens nahe bringen zu müssen.

Der Ministerpräsident, der gerade beim Bürgermeister zu Besuch ist, eilt herbei, um sich das Ufo anzusehen. Das hat zur Folge, dass die dralle Bäckereifachverkäuferin, die den hohen Herren schon immer sehr bewundert hat, herbeieilt und sich diesen sofort und kompromisslos unter Nagel reißt.

Inzwischen ist auch der Spielfrauenzug angetreten und untermalt die Szenerie mit schmissigen Weisen. Ein Schausteller, der seine große Chance wittert, stellt sogar einen Auto-Scooter auf, um die Menschenmassen, die inzwischen eingetroffen sind, zu unterhalten und natürlich den einen oder anderen Euro zu verdienen.

Reporter reisen an und umkreisen mit Hubschraubern das Ufo, um es zu fotografieren und zu filmen. Einer dieser Herren lehnt sich dabei zu weit aus dem Fenster und fällt auf das Ufo, rutscht an ihm herunter und landet in einem kleinen Moorsee. Mithilfe der Feuerwehr wird er gerettet.

Ohne sich mit den Erdlingen lange aufzuhalten, rauschen die Außerirdischen wieder ab. Schon nach kurzer Zeit kehrt wieder Ruhe in Narrenberge ein. Nur der Bäckerwagen bewegt sich im Takt des Liebesspieles der beiden Neuverliebten hin und her.

Margaretha Main, die elfengleiche Retha, beschreibt in „Die Angst geht um in Narrenberge“ zum ersten Mal nicht ihre eigene Lebensgeschichte. Sie hat den Menschen in einem aufstrebenden Moordorf aufs Maul und in die Marotten geschaut. Dabei ist ein Satireroman der Spitzenklasse herausgekommen, der weder Wünsche offen, noch Augen trocken lässt. In mehreren Erzählsträngen gleichzeitig wird der Leser in eine Welt entführt, in der das blanke Chaos herrscht. Frech und gekonnt legt die Autorin den Finger in die vielen Wunden der Dorfbewohner und zündet damit ein Feuerwerk des Humors erster Güte. Auch mit diesem Buch wird klar, dass sich die Autorin jede schon bekommene Auszeichnung redlich verdient hat.

 



Veröffentlichung:

 

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Die Narrenberge 1
Margaretha Main
Die Angst geht um in Narrenberge
ISBN 9783837025897
76 Seiten
4,90 Euro

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Klappentext:

Margaretha Main, die elfengleiche Retha und eine Lausefrau, wie sie im Buche steht, beschreibt das Leben in Narrenberge. Unbekannte Strichmännchen aus dem All bringen sowohl den Herrn Ministerpräsidenten, als auch Polizisten, Bäckereifachverkäuferinnen und Bürgermeister an den Rand des ganz normalen Wahnsinns. Selbst ein Milchlasterfahrer wird am Verzehr seiner gebutterten Rosinensemmel gehindert. Die Angst geht um in Narrenberge ist Humor pur für Mädchen von neun bis neunzig.

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