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Geliebte der Nacht

Geliebte der Nacht
Lara Adrian
Verlag: Egmont Lyx
ISBN-10: 380258130X
ISBN-13: 978-3802581304
462 Seiten
9,95 Euro




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Rezension von Olga A. Krouk

Eine dunkle, romantische Geschichte sollte es sein, so habe ich es mir zumindest gedacht, als ich von diesem Roman aus dem zurzeit sehr populären „Dark Romance"-Genre gehört habe. Und die Spannung sollte auch nicht zu kurz kommen, Blut und Action - genau das, was ich gerne lese. Dachte ich.
Der Roman „Die Geliebte der Nacht" ist der Auftakt einer Vampirserie der amerikanischen Autorin Lara Adrian. Im ersten Band steht Gabrielle im Mittelpunkt der Geschichte, eine Frau, die bald herausfinden wird, dass sie sich in einen Vampir verliebt hatte und selbst eine Stammesgefährtin ist - also eine Frau, die von einem Vampir Kinder empfangen kann. Ewiges Leben samt Jugend ist inbegriffen.
Der Klappentext liest sich spannend und ich habe mich auf einen spannenden Roman mit Thriller-Elementen eingestellt. Doch die Handlung dreht sich fast ausschließlich um die Liebesgeschichte zwischen dem - natürlich geheimnisvollen - Vampir und der - natürlich selbstbewussten und schönen - Gabrielle. Diese Liebesgeschichte ist auch nicht weiter spannend und irgendwie „austauschbar" - ein gewöhnliches Liebespaar mit recht gewöhnlichen Problemen, die durch die düstere Vampir-Kulisse minimal aufgewertet werden.
Die Konflikte und Intrigen bleiben flach und werden sehr schnell gelöst. Einige Szenen werden dabei übertrieben theatralisch dargestellt und in den emotionalen Abschnitten wird die Sprache leicht schwülstig. In den Sex-Szenen fehlt jegliche Romantik und solche Ausrutscher wie „Ficken" etc. töten jede aufkommende Stimmung beim Lesen.
Die Idee für die Erklärung des Ursprungs der Vampire ist allerdings sehr interessant. In so einer Ausführung habe ich es noch nie gelesen. Dafür ein dickes „Bravo".

Das Buch ist leicht zu lesen und den Stil der Autorin empfinde ich als angenehm.

Die Charaktere bleiben leider sehr blass. Sie weisen keine Tiefen auf und man hat das Gefühl, sie wurden aus den altbekannten Fäden gestrickt.

Fazit: Die Idee gibt viel her, aber die Ausführung lässt sich zu wünschen übrig. Dieses Buch ist ein netter Zeitvertrieb für zwischendurch, weder besonders anspruchsvoll, noch sonderlich spannend.


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