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Interview mit Daniel Kohlhaas

 

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Daniel Kohlhaas wurde am 15. September 1979 in Hachenburg, im Westerwald, geboren. Er begann schon früh mit dem Schreiben, verfolgte jedoch zu Beginn das Verfassen von Prosa und Lyrik. Er veröffentlichte Kurzgeschichten und Gedichte im Internet und in diversen Literaturzeitschriften oder Anthologien. Sein hohes Interesse an Thrillern und die Inspiration von Autoren wie Dean Koontz, Simon Beckett oder Stephen King, führten dazu, dass er mit der Produktion von spannenden Kurzgeschichten anfing. So begann er 2008 die Arbeit an seinem ersten Thriller „Adams Väter“.

Im Jahre 2009 gewann er einen ausgeschriebenen Amateur-Wettbewerb des Droemer-Knaur Verlages, den so genannten „Killerclub“. Seine Gewinnergeschichte, mit dem Titel „Wormser Gift“, die an einen erdachten Plot des erfolgreichen deutschen Thriller-Autors Sebastian Fitzek anschließt, wurde vom berühmten Synchronsprecher Matti Klemm vertont und kostenlos im Internet veröffentlicht. Zahlreiche bekannte deutsche Autoren wie Sebastian Fitzek, Andreas Franz und Simone Buchholz steuerten jeweils einen eigenen Beitrag hinzu und im großen Finale, wurde Kohlhaas’ Geschichte um die perfide Auftragskillerin Barbara Schatz auf einen hervorragenden vierten Platz gewählt.

Im Februar 2010 publizierte der AAVAA-Verlag seinen Debüt-Thriller „Adams Väter“, der von Presse und Lesern mehrheitlich begeistert aufgenommen wurde. 2011 erscheint sein zweiter Thriller „Amygdala“, während im Hintergrund bereits am dritten Roman gearbeitet wird.

Daniel Kohlhaas lebt und arbeitet im Oberbergischen.

 

Buechertitel.de: Daniel, erzähl doch bitte einmal, worum es in Deinem 2. Thriller geht?

Daniel Kohlhaas: Der Lübecker Staatsanwalt Jan König wird mitten in der Nacht durch einen Anruf aus dem Schlaf gerissen. Eine rätselhafte Unbekannte teilt ihm mit, dass er seine Freundin Lena finden müsse, sonst werde diese sterben. Plötzlich verschwindet Lena und Jan erhält mehrere mysteriöse Hinweise auf ihren Verbleib. Er macht sich auf die Suche, doch je näher er Lena kommt, desto näher kommt er alten Erinnerungen. Diese Erinnerungen sind
gefährlich und grausam. Auf der Suche hilft ihm sein Freund und Kriminalhauptkommissar Marc Kerzmann. Beide geraten schließlich immer mehr in Gefahr. Ich denke, das sollte soweit reichen, schließlich will ich ja, dass ihr das Buch auch lesen wollt.

Buechertitel.de: Das Buch ist gerade frisch auf den Markt gekommen?

Daniel Kohlhaas: Ja, der offizielle Verkaufsstart ist der 15.02.2011. Da der AAVAA Verlag noch recht jung und klein ist, dauert es leider immer etwas, bis die Bücher überall gelistet sind. Daher kann es dazu kommen, dass die eigene Bücherei das Buch im Netz nicht findet. Der Shop des Verlages versendet aber auch schnell und portofrei. Aber es wird nicht mehr lange dauern und dann ist es bundesweit verfügbar.

Buechertitel.de: Du hast bereits früh mit dem Schreiben von Geschichten angefangen. Wie kamst Du zum Schreiben?

Daniel Kohlhaas: Es gibt kein Ereignis oder Datum, an das ich mich konkret erinnere. Ich habe früher Songtexte geschrieben, da ich natürlich Rockstar werden wollte. Daraus wurde irgendwann Lyrik, daraus Prosa und die Geschichten immer länger. Thriller habe ich jedoch schon immer gerne gelesen und daher fing ich 2008 an, meinen ersten Roman „Adams Väter“ zu schreiben. Meine Frau hat mich sehr bestärkt und an mich und mein Talent geglaubt. Es macht unglaublichen Spaß, Geschichten zu erfinden und die Charaktere mit Leben zu füllen.
Ich mag starke Geschichten mit guten Hauptdarstellern. Mir sind die Personen wichtig, ihr Leben, ihre Sorgen und Freuden. Meine Charaktere haben es immer etwas schwer, aber genau das macht sie für mich erzählenswert.

Buechertitel.de: Hast Du Vorbilder?

Daniel Kohlhaas: Ich mag Dean Koontz, auch wenn seine Bücher heutzutage mit seinen früheren Werken nicht mehr ganz mithalten können, ist er sicherlich als Vorbild zu nennen. Dazu lese ich gerne Stephen King oder auch Simon Beckett. In Sachen Erfolg und Kommunikation mit seinen Lesern ist Sebastian Fitzek ein absolutes
Vorbild. Er schreibt nicht nur gute Romane, sondern ist ein Autor zum Anfassen. Herauszuheben ist aber auch John Ajvide Lindqvist. Er hat einen unheimlich tollen Stil. Auch wenn seine Geschichten nicht für jeden geeignet sind, lese ich ihn unheimlich gerne.

Buechertitel.de: Nimmt das Schreiben einen Großteil Deiner Freizeit ein, oder hast Du noch andere Hobbys?

Daniel Kohlhaas: Nein, ich bin ein armer, einsamer Mensch, der in einem Holzverschlag sitzt und dessen Computer von einem alten Stromaggregat angetrieben wird. Ich habe keine Freunde, keinen Kontakt zur Außenwelt, scheue das Sonnenlicht! Nein, Spaß beiseite...ich liebe die Musik, liebe es selbst zu lesen und leider stehe ich auch auf eine Vielzahl von Serien. Dazu kommen die Freunde, die man gerne und doch zu selten trifft und am Wochenende gehört der Fernseher „König Fußball“. Ach, meine Frau will mich auch hier und da mal sehen und unsere Katzen blockieren auch sehr gerne die Tatstatur. Ich schreibe gerne und es nimmt mir keine Zeit, sondern verschafft mir eine unglaubliche Entspannung, da man in diese Welt eintaucht und mit seinen Helden Zeit verbringt. Man
sieht, wie sie sich entwickeln, wie sie Schmerzen erleiden, Freude empfinden oder ein Verbrechen begehen, bzw. aufklären. Das ist einfach nur großartig und eine Erfahrung, die man kaum in die richtigen Worte kleiden kann.

Buechertitel.de: Du hast an einem Amateur-Wettbewerb des Droemer-Knaur Verlages teilgenommen und dort den 4. Platz belegt. Hat Dir diese Teilnahme bei der Suche nach einem Verlag geholfen?

Daniel Kohlhaas: Ehrlich gesagt, nicht wirklich. Der Wettbewerb war toll, da das Ergebnis mich unglaublich stolz gemacht hat. Ich habe den Amateur-Wettbewerb gewonnen und in der Endabstimmung der besten Geschichten, die von Profi-Autoren wie Andreas Franz oder Sebastian Fitzek geschrieben wurden, den 4. Platz belegt. Die Geschichte „Wormser Gift“ ist auch auf meiner myspace Seite kostenlos hörbar. Matti Klemm hat sie eingesprochen. Seine
Stimme ist als Ansager von Kabel1 und zahlreicher Synchronisationen sehr bekannt. Aber der Verlag hat, aus meiner Sicht, aus dieser Möglichkeit zu wenig gemacht. Gemeinsam mit den weiteren Besten des Amateur-Wettbewerbes haben wir an einer Fortsetzung gearbeitet und die Story weitererdacht. Leider hat der Verlag das Projekt dann aber abgesetzt, ohne uns wirklich darüber zu informieren. Das war sehr schade, hat mich jedoch auch darin bestätigt, dass man sehr hart arbeiten muss, um in diesem Geschäft irgendwie Fuß zu fassen. Immerhin hat man dadurch den Kontakt zu weiteren Amateur-Schreibern gefunden und ich grüße daher an dieser Stelle mal schnell Andrea, Cordula und Stephan! Die werden allesamt auch noch tolle Bücher herausbringen, da bin ich mir sicher.

Buechertitel.de: Wie muss man sich die Recherche bei einem Thriller vorstellen? Gibt es Personen, die Dir behilflich waren?

Daniel Kohlhaas: Oh ja, ich habe eine Polizistin befragt, eine Jura-Studentin und jede Menge Internet-Artikel oder Bücher gelesen. Ich lege Wert darauf, dass die Geschichten möglichst real sind. Für mein neues Werk steht nun ein längeres Telefon mit einem Freund von mir an, der im medizinischen Bereich arbeitet. Aber man muss wirklich sagen, dass das Internet das Schreiben extrem erleichtert. Man findet dort nahezu alle Informationen die man benötigt.
Trotzdem sind in Detail-Fragen Experten wichtig.

Buechertitel.de: Hast Du feste Zeiten, an denen Du schreibst?

Daniel Kohlhaas: Nein, aber ich mag es, wenn es dunkel wird und alles zur Ruhe kommt. Da ich beruflich stark eingespannt bin, kann ich hauptsächlich abends oder am Wochenende schreiben. Wenn ich zu Bett gehe, denke ich die Geschichten weiter und verbildliche verschiedene Szenen in meinem Kopf, die ich dann die nächsten Tage auf Papier bringe. Feste Zeiten würden zur Routine und Routine wird zu Alltag. Schreiben soll kein Alltag, sondern
etwas Besonderes sein, was dann gemacht wird, wenn ich Zeit und Muse habe. Schreiben ist ein Ausgleich und sollte daher nicht irgendwelchen Zwängen unterworfen sein.

Buechertitel.de: Was bringt Dich beim Schreiben besonders aus der Ruhe?

Daniel Kohlhaas: Ungeduld! Man schreibt eine Szene und will die Spannung nicht nur stetig steigern, sondern auch möglichst lange anhalten. Dabei formuliert man oft ständig um und neu. Das macht mich verrückt, da ich selbst weiter kommen will. Ich bin mittlerweile zwar etwas entspannter, aber trotzdem packt sie mich oft genug und ich breche das Schreiben dann auch manchmal ab, da ich spüre, dass es so nicht weiter geht und die Qualität darunter leidet.

Buechertitel.de: Welche Lektüre nimmst Du mit in den Urlaub? Entspannung, oder Arbeit?

Daniel Kohlhaas: Urlaub? Warte, das Wort muss ich erst nachschlagen! Natürlich die Entspannung! Ich habe ja schon einige Autoren genannt, die ich gerne lese. Zurzeit ist es „Die Arena“ von Stephen King. Davor habe ich „Im Verborgenen“ von John Ajvide Lindqvist und „Der Trakt“ von Arno Strobel gelesen. Also, nach „Amygdala“ solltet
ihr eines dieser Bücher lesen! Die sind allesamt zu empfehlen.

Buechertitel.de: Auf Deiner Internet-Seite ist zu lesen, dass Du bereits an einem weiteren Thriller arbeitest? Kannst Du hierzu schon etwas verraten?

Daniel Kohlhaas: Ja, tatsächlich. Ich habe kurz nach der Fertigstellung der Überarbeitung von „Amygdala“ damit angefangen. Der Arbeitstitel lautet „Weißes Rauschen“. Eine Szene basiert auf eigener Erfahrung. Als ich von der Arbeit nach Hause fuhr, geschahen mysteriöse Dinge mit meinem Autoradio...nicht ganz so rätselhaft wie das, was mein neuer Held Sebastian Bergmann erlebt, aber doch nicht wirklich zu erklären. Die Basisgeschichte steht
eigentlich, die Personen auch. Es gibt ein erstes Exposé und ich habe ca. 20 Seiten bereits geschrieben. Es wäre zu früh, darüber mehr zu erzählen, aber wenn ich es weiß, dann seid ihr die Ersten, denen ich es verrate!

Buechertitel.de: Ich bedanke mich recht herzlich bei Dir für dieses Interview.

Daniel Kohlhaas: Ich danke Dir! Das hat mir großen Spaß gemacht!

Das Interview führte Edelgard Kleefisch, Buechertitel.de.

 

Veröffentlichung:

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Amygdala
Daniel Kohlhaas
Verlag: AAVAA E-Book Verlag
ISBN-10: 3862545377
ISBN-13: 978-3862545377
267 Seiten
9,95 Euro*

 * Preis zum Zeitpunkt des Beitrages

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten:

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Ein Anruf reißt Jan König aus dem Schlaf. Eine rätselhafte Unbekannte erklärt, dass er sie suchen muss. Sollte er sie nicht finden, würde seine Freundin Lena sterben. Als Lena spurlos verschwindet, macht sich Jan auf die Suche nach ihr. Dabei gerät er in einen gefährlichen Sog aus alten Erinnerungen. Erinnerungen, die, besser für immer, verschlossen geblieben wären.

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