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Interview mit Ingrid Schmitz

Quelle Foto: Ingrid Schmitz


Ingrid Schmitz wurde 1955 in Düsseldorf geboren und selbt seit über zwanzig Jahren am Niederrhein. Nach unzähligen Kurzkrimis hat sie im Herbst 2006 eine Romanserie um die lebensfrohe Künstlerin und Trödelhändlerin Mia Magaloff gestartet. Sie ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern und im Syndikat.



Buechertitel.de: Frau Schmitz, Sie haben zwei Krimis im Gmeiner Verlag veröffentlicht. Wie im ersten Buch Sündenfälle wird auch in Mordsdeal die Künstlerin und begeisterte Trödelmarkthändlerin Mia Magaloff als Ermittlerin in Verbrechen ihres privaten Umfeldes tätig. Wie entstand die Idee zu dieser Figur?

Ingrid Schmitz: Die Idee zur Figur entstand auf der Criminale 2006 (Literaturfestival des Syndikats) in Koblenz, als mir Armin Gmeiner sagte, dass er das von mir angebotene Manuskript gerne nehmen würde, wenn ich noch eine Serienfigur dazu hätte. Innerhalb von 30 Minuten bot ich ihm meine Trödelmarkthändlerin an. Weil ich genau wusste, was ich nicht wollte, nämlich die x-te Kommissarin, Journalistin oder Gerichtsmedizinerin, kam ich auf diese Figur, da ich selbst gerne auf Trödelmärkten stehe oder die Märkte besuche und mich in diesem Metier auskenne.

Buechertitel.de: In Mordsdeal wird auch der Entomologe Dr. Benecke zu Hilfe gerufen, den man aus Funk und Fernsehen als Spezialisten für die Ermittlung für Todeszeitpunkte kennt. Er wird auch gerne der Madendoktor genannt. Wie Sie im Anhang schreiben hat Dr. Mark Beneke Ihnen mit Tipps beiseite gestanden. Wie kam es zu dem Part in ihrem Buch? Stand es schon vorher fest, dass er eine Rolle in ihrem Buch spielen wird?

Ingrid Schmitz: Ich hatte das Vergnügen mit Dr. Benecke und Gisa Klönne eine große Benefizlesung im Bedburger Wasserschloss zu bestreiten und da schilderte Benecke seinen Fall mit der Biotonne, der mich inspirierte. Das Ergebnis kann in „Mordsdeal“ nachgelesen werden. Beim Schreiben des Manuskripts tauchten dann Fragen auf, die ich von ihm beantwortet bekam. Da ich seinen eigenwilligen Humor sehr schätze, entstand bei mir die Idee, ihm eine Szene zu widmen. Das hat jetzt dazu geführt, dass ich auch gemeinsame Lesungen mit ihm gebe und abwechselnd Non-Fiction- und Fiction-Geschichten vortragen. Es macht den besonderen Reiz aus, wenn Benecke sich gegen Ende der Lesung in meine Geschichte, in mein Buch begibt

Buechertitel.de: Auf Ihrer Internet-Seite www.krimischmitz.de berichten Sie auch von Signierstunden auf Trödelmärkten. Halten Sie diese nur dort aus Promotiongründen , oder sind Sie selbst überzeugte Trödlerin?

Ingrid Schmitz: Das war eine Promotiontour von mir, aber ich bin natürlich auch überzeugte Trödlerin und werde mich sicher ab und zu noch mal an meinen Stand zum Signieren setzen.

Buechertitel.de: Sie haben sogar als erste deutsche Kriminalautorin eine Lesung im Second Life gehalten. Können Sie uns etwas davon erzählen?

Ingrid Schmitz: Oh je, das würde jetzt Stunden dauern. Ich versuche mich kurz zu fassen: Ein Autorenkollege von mir hatte Second Life entdeckt und mich angeschrieben, ich solle mir das mal anschauen kommen. Ich meldete mich an, loggte mich als Sameja Lomba ein und war fasziniert von dieser zweiten, virtuellen Welt, in der auch bekannte Firmen Werbung machten. Eigentlich wollte ich anonym bleiben und ein wenig die Charaktere der Menschen hinter den Avataren studieren, mich amüsieren und schauen, welche Möglichkeiten sich mir sonst noch boten. Nachdem ich dort einen Autor traf, der eine Kriminalanthologie als Hörbuch herausbringen sollte und nicht wusste, wie er das machen soll, outete ich mich sofort als Krimiautorin und kam mit dem Hörbuchverlag ins Geschäft. Danach ging alles sehr schnell. Je länger ich in Second Life war, je mehr ich erlebt hatte, umso mehr brannte es in mir, einen Kurzkrimi über Second Life zu schreiben. Da Avatare nicht sterben können, musste ich die story auch im Real Life spielen lassen, was die Geschichte noch spannender werden ließ.
Mit den Techniken in SL vertraut, gelang es mir ein eigenes virtuelles Buch mit meiner Kurzgeschichte zu drucken, das ich in meinem mittlerweile angemieteten Literaturshop ausstellte. Es folgten weitere stories, auch ein weiteres Hörbuch im Real Life mit Second Life Geschichten. Veranstalter kamen auf mich zu, fragten, ob ich eine Lesung geben könnte und der Besitzer von Event-Island sponserte mir eine eigene Literaturburg. Soweit in Kürze. Es gäbe noch viel mehr zu berichten. Auf meiner Website finden Sie entsprechende Artikel darüber.

Buechertitel.de: Welche Krimi-Autoren gehören zu ihren Favoriten?

Ingrid Schmitz: Da gibt es sehr viele, gute deutsche Krimiautorinnen und –autoren. Um nur einige zu nennen: Susanne Mischke, Tatjana Kruse, Sabine Deitmer, Gisa Klönne, Ralf Kramp, Jürgen Ehlers und Ingrid Noll natürlich nicht zu vergessen.

Buechertitel.de: Wie Sie andeuteten wird Mia Magaloff noch mit einem weiteren Fall konfrontiert. Wie weit sind Sie mit Ihrer Arbeit und wann wird das Buch voraussichtlich veröffentlicht werden?

Ingrid Schmitz: Ich habe bisher zwar schon das Exposé, den Handlungsablauf und 70 Seiten geschrieben, aber da es einige Veränderungen geben wird – Mia zieht um – kann ich den genauen Veröffentlichungstermin noch nicht nennen. Nur so viel sei verraten: Es handelt sich dabei um ein ganz besonderes Projekt, dass einer gewissen Vorlaufzeit bedarf.

Buechertitel.de: Vielen Dank für das Interview und alles Gute für Ihre Zukunft.

Ingrid Schmitz: Vielen Dank für Ihr Interesse.



Das Interview führte Edelgard Kleefisch, Buechertitel.de



Veröffentlichungen von Ingrid Schmitz:


Sündenfälle


Verlag: Gmeiner
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3899776984
ISBN-13: 978-3899776980
270 Seiten
9,90 Euro


Mordsdeal


Verlag: Gmeiner
ISBN-10: 3899777387
ISBN-13: 978-3899777383
275 Seiten
9,90 Euro


weitere Veröffentlichungen:

Pizza, Pasta & Pistolen



Mords-Appetit



Tatort Niederrhein



Mörderische Mitarbeiter



Mord unter Kopfweiden

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