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Mordsschnellweg


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Mordsschnellenweg

Leo p. Ard, Reinhard Junge
Verlag: Grafit
ISBN-10: 3894253649
ISBN-13: 978-3894253646
224 Seiten
8,50 Euro


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Rezension von Dietmar Stanka

Das Revier oder auch Ruhrpott genannt ist eine Metropole des Verbrechens. Verspricht uns zumindest der Text des Bucheinbandes. Klar ist, dass sich in der Gegend zwischen Dortmund und Essen einiges an Kommissaren befindet, die aus dem Fernsehen wohlbekannt sind. Schimanski, Lutter und Balko, um nur einige zu nennen. Nur ist der Ruhrpottler im eigentlichen Sinne ein harmloser und friedlebender Mensch und greift nur in absoluten Notfällen zu Schrotgewehr, Eispickel oder Pflanzengift. In herrlich makabren, traurigen und auch witzigen Kurzgeschichten porträtieren die beiden Autoren Leo P. Ard und R. Junge die verbrecherischen Auswüchse einer Region, die zur "Europäischen Kulturhauptstadt 2010" gewählt wurde. Es wird eben nirgendwo sonst subtiler, heimtückischer und niveauvoller gemordet als zwischen stillgelegten Zechen, modernen Technologieparks und idyllischen Schrebergärten.

Eine Geschichte ist besser als die andere. Schmunzeln wechselt sich mit Betroffenheit genauso ab, wie Zustimmung und Abneigung ob der Taten, die sich die beiden Autoren haben einfallen lassen. Eine geniale Lektüre, kann sich doch ob der Kürze der Geschichten auch mal schnell zwischen vier U-Bahn-Stationen teilweise verschlungen werden. Denn Verschlingen ist angesagt, wegen dieser herrlichen Erzählungen, die einen in ihrem Bann schlagen.













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