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Mototherapie bei Sensorischen Integrationsstörungen




Mototherapie bei Sensorischen Integrationsstörungen
Grudrun Kesper,Cornelia Hottinger
Verlag: Reinhardt, München; Auflage: 7., durchges. Aufl. (2007)
ISBN-10: 3497019151
ISBN-13: 978-3497019151





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Rezension von Romy Bigalke

Das hier zu besprechende Buch stellt ein Konzept der Mototherapie bei Sensorischen Integrationsstörungen vor. Doch was ist Sensorische Integration? Ist es eine Therapiemethode? Nein, es ist ein neurophysiologisches Entwicklungskonzept, das von Jean Ayres beschrieben wurde. Sie setzte Lern- und Verhaltensprobleme mit neurologischen Funktionen/Funktionsausfällen in Beziehung.

Kesper und Hottinger verknüpfen in ihrem Buch Theorie und Praxis. So erläutern sie zuerst die neurophysiologischen Grundlagen. Hierzu gehören der Aufbau und die Funktion des Gehirns sowie die Entwicklung der kindlichen Motorik und Wahrnehmung. In einem zweiten Schritt werden die Fundamente der Sensorischen Integration geschildert. Mit diesem Basiswissen stellen sie dem Leser Zusammenhänge zwischen neurologischen Funktionen und Entwicklungsproblemen von Kindern verständlich dar.

Die Autoren gehen nun zur Diagnostik von Sensorischen Integrationsstörungen über. An dieser Stelle erklären sie den Verlauf des Prozesses, verschiedene Beobachtungsaufgaben und einige Störungsbilder. Da in der Praxis die Arbeit mit den Eltern unerlässlich aber immer wieder problembehaftet ist, wird ein Elternkonzept vorgestellt. Vom Erstgespräch bis zu Hilfestellungen bei der Verarbeitung von Behinderung oder Störung des Kindes können sich Therapeuten handlungsleitende Prinzipien für den Umgang mit Eltern aneignen. Auch für die nun folgende Therapie werden unterschiedliche Bereiche beleuchtet. So zeigen die Verfasser den Therapieprozess, mögliche Arbeitsmethoden, Elemente der Therapie, die Rolle der Eltern und einige Anwendungsbeispiele verständlich auf. Das sich anschließende Kapitel mit praktischen Übungen rundet die Ausführungen ab. Die aktiven und passiven Bewegungsaufgaben folgen einem entwicklungslogischen Aufbau und die ausgewählten Materialien (z.B. Physioball, Bank, Sprossenwand, Matten) finden sich vermutlich auch in allen Turnhallen oder Bewegungsräumen von Kindertagesstätten wieder, was zudem die Umsetzung der Übungen selbst für Pädagogen und Eltern im Erziehungsalltag zulässt.

Dieses Buch zeichnet sich durch seine bereits mehrmals beschriebene Orientierung an den Möglichkeiten in der Praxis aus. Durch seine Beschreibung von Basiswissen, Diagnostik und Therapie bildet es vor allem für Berufseinsteiger oder Therapeuten/ Pädagogen, die sich mit dem Bereich bisher wenig auseinander gesetzt haben, eine geeignete Arbeitsgrundlage.


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