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Unterm Kirschbaum. Ein Theodor-Fontane-Krimi


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Unterm Kirschbaum. Ein Theodor-Fontane-Krimi

Horst Bosetzky
Verlag: Gmeiner
ISBN-10: 3839210259
ISBN-13: 978-3839210253
230 Seiten
9,90 Euro


Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten:
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Rezension von Romy Bigalke

Ein Kriminalroman von Horst Bosetzky ist immer lesenswert. Der hier zu besprechende ist aber etwas Besonderes. Er wurde in Anlehnung an Teodor Fontanes "Unterm Birnbaum" geschrieben. Wer diesen Roman nicht kennt, bekommt in Bosetzkys "Unterm Kirschbaum" einen Eindruck davon. Zu Beginn eines jeden Kapitels erhält der Leser Zitate aus Fontanes Roman und kann versuchen sie mit den folgenden Abschnitten in Verbindung zu bringen.

Ein pensionierter Kommissar, nämlich Hansjürgen Mannhardt, arbeitet nebenbei als Dozent und besucht mit seinen Kursen immer einmal die Justizvollzugsanstalt Tegel. Bei diesem Besuch bekommt er von einem Straftäter etwas zugesteckt, Aufzeichnungen zu seinem Fall. Der Fußballer Karsten Klütz wurde 10 Jahre vorher verurteilt, weil er den Ehemann seiner Geliebten getötet haben soll. Erst gestand er, doch dann widerruf er sein Geständnis. Die Indizien sprachen gegen ihn. Der Fußballer fleht Mannhardt an, seinen Fall neu aufzurollen, da er nun jahrelang unschuldig im Gefängnis saß. Der pensionierte Kommissar geht zu Hause die Unterlagen durch. Parallelen zu Fontanes "Unterm Birnbaum" stellt er fest. Gemeinsam mit seinem Enkel Orlando, Jurastudent, macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Ab dem zweiten Kapitel des Romans wird die Zeit um 10 Jahre zurückgedreht. Rainer und seine Frau Angela Wiederschein haben in Frohnau ein Restaurant eröffnet. Es heißt "a`la world-carte" und viele Rezepte, die Wiederschein auf seinen Reisen kennengelernt hat, stehen auf der Karte. Ein spannendes Konzept, doch das Restaurant wird nicht ausgelastet. Eröffnen konnte der Betreiber nur, da er von seinem Onkel Siegfried Schulz einen Kredit erhalten hat. Schulz, der spätere Tote, scheint es zu lieben, wenn ihn andere Menschen als unmenschlich bezeichnen. Er lässt keine Gelegenheit aus, seine Mitmenschen zu blamieren und ihnen zu zeigen, was für Schwächlinge sie doch sind. Er weiß auch, dass das Restaurant sich nicht trägt und lässt dies Wiederschein spüren. Wiederschein und seine Frau haben Angst um ihre Existenz und würden gern die Welt von so einem Menschen befreien.

Der Roman ist spannend geschrieben. Der Leser erfährt in den ersten Kapiteln bereits, wer den Mord begeht und wie. Doch die Frage ist, wie kann Mannhardt 10 Jahre später die Unschuld des Karsten Klütz beweisen? Oder ist er gar nicht unschuldig? Der Kommissar, der damals mit dem Fall beauftragt wurde, hat jedenfalls nur oberflächlich ermittelt.

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