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               Claudia Winter



Die Diplompädagogin arbeitet an einer Grundschule in Leverkusen und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater aufgrund der Sorge des sprachlichen Defizits.

Den handwerklichen Schliff erhielt ihr Talent in der Schreibwerkstatt des  Schriftstellers Rainer Wekwerth (alias David Kenlock, alias Jonathan Abendroth).

Der renommierte Autor sagt über seine ehemalige Schreibschülerin: "Claudia Winters Schreibstil sprüht vor Lebendigkeit. Ihr Humor ist einzigartig."

„Ausgerechnet Soufflé" ist Claudia Winters erste Romanveröffentlichung. Die 36-Jährige lebt in Limburg an der Lahn mit ihrem Lebensgefährten und zwei Hunden und arbeitet derzeit an einem weiteren Roman.

Autorenhomepage: www.c-winter.de


Wie ein Abendessen zur Liebesgeschichte wurde

„Das perfekte Gericht möchte den Menschen ganz, mit seiner Lebensgeschichte und seinen Erfahrungen. Es bringt uns immer wieder an persönliche Grenzen, bereitet uns unvergleichliche Freude oder unsäglichen Kummer. Ein gutes Essen braucht aber vor allem Herz und Seele. Nur die Liebe bietet jenen einzigartigen Geschmack, der vollkommen ist."

So ungefähr lautet ein Absatz in der Geschichte, die so sehr ein Teil von mir geworden ist, dass ich manchmal lauthals lachen muss, wenn ich mich daran zurückerinnere, wie dieser Roman entstand. Geschrieben habe ich schon immer, gekocht eigentlich auch, wenn auch zeitweise eher vor Wut als mit dem Kochlöffel in der Hand. So auch an besagtem Abend vor zwei Jahren. Das unter Mühsal und mit Herzblut gezauberte Abendmahl erhielt bei weitem nicht die Beachtung, die es meiner Meinung nach verdient hätte. Statt ein ehrfurchtsvolles „Ach!" oder wenigstens ein begeistertes „Oh!" ob des liebevoll dekorierten Tellers von sich zu geben, grunzte der Empfänger des Hochgenusses nur, ohne den Blick vom Bildschirm zu lösen. Mein lieber Lebensabschnittsgefährte hatte nämlich vor kurzem die kunterbunte Welt der Onlinespiele entdeckt, die er so fesselnd fand, dass ihm Hören und Sehen verging. Zumindest was mich und meine Kochkünste betraf. Also aß ich mein Ratatouille allein und als ich eine halbe Stunde später noch immer schmollend vor dem inzwischen leeren Teller saß, kam immerhin ein abwesend gemurmeltes: „Wenn du dich langweilst, dann schreib doch ein Buch", von meinem Gegenüber.

Was soll ich sagen. Trotzig klappte ich meinen Laptop auf und fing an, zu schreiben. Damit begann die Geschichte von Katharina Lehner und der liebenswerten Figuren des Kochbuchladens „Cook & Chill", deren Erzählerin mir manchmal mehr ähnelt, als mir lieb ist. Die Idee des Schauplatzes stammt aus einer Existenzgründungsidee, die ich nach ausgiebiger Kalkulation verworfen hatte, da mein Portemonnaie eindeutig zu wenig hergab. Stattdessen bannte ich die Vision eines eigenen Kochbuchladens auf unschuldiges Papier und füllte diesen Ort mit einem ordentlichen Schuss Verrücktheit, einer ausgiebigen Portion Sehnsucht und Enthusiasmus - und einer Prise Liebe.

Mein Lebensgefährte spielt sein Onlinespiel schon lange nicht mehr. Und immer wieder zaubert es ein Lächeln in mein Gesicht, wenn er verzweifelt fragt: „Schatz, gibt es was zu Essen, wenn Du mit dem Schreiben fertig bist?" Ha. Ich hab doch gerade erst angefangen.

 

Veröffentlichung:

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Ausgerechnet Soufflè
Verlag: AAVAA E-Book Verlag UG
ISBN-10: 3941839276
ISBN-13: 978-3941839274
360 Seiten
9,95 Euro


Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten:

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Klappentext:

"Ich führe das ganz und gar durchschnittliche Leben einer Singlefrau in Köln. Mit dem gros meiner Leidensgefährtinnen habe ich vor allem eines gemein: Ich habe mein langweiliges Dasein ordentlich satt. Tagein, tagaus ertrage ich in einer renommierten Anwaltskanzlei einen übellaunigen Boss, lecke Klebestreifen von Briefumschlägen an, koche sagenhaft schlechten Kaffee und vertröste die Gattin des Chefs am Telefon auf nirgend wann. Die Höhepunkte des Tages bestehen im Feierabendstempeln und in haltlosen Bollywood-Kochgelagen mit meiner Freundin Britta. Beides tue ich täglich.

Irgendwann geht die Sache schief. Eigentlich geht nur eine Akte schief. Doch das ist sauteuer und sozusagen wegweisend. Ich halte die Türklinke in der Hand. Und zwar von außen. Da stehe ich nun, Katharina Lehner. Ohne Job, ohne Mann, ohne Plan. Mein unwiderstehlicher Nachbar zählt nicht, den traue ich mich nicht mal anzusprechen.

Aber ich habe ja das, was ich manchem nicht unbedingt vorbehaltlos wünschen würde: Ein Rezept für jede Lebenslage, ein paar Flaschen sündhaft teuren Wein und eine durchgeknallte Busenfreundin. Wir ertränken meinen Kummer gemeinsam und hecken einen genialen Plan aus: Wir eröffnen einen Kochbuchladen mit Bistro und Kochstudio."

„Himmelherrgott nochmal! Hätte mich nicht mal jemand vorwarnen können?!"



Ihr Kommentar

Kommentar von solveig | 11.11.2011

das Buch ist total toll zu lesen, was ich da schon gelacht habe:)
Man sieht wirklich bildlich vor sich, und fühlt mit, was darin steht!!!

SUPER!
Solveig Ruh

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